Vorbereitungen auf das „Spiel ohne Grenzen“ am Pfingstwochenende in Rindelbach laufen auf Hochtouren

Bau der SpielgeräteEs ist Samstagvormittag, im Hinterhof der Familie Brenner in Rindelbach herrscht reges Treiben. Schleifmaschinen surren, eine Kettensäge brüllt dazwischen, die SpoGler pinseln mit verschiedenen Farben auf Türen und Rahmen um die Wette. Es wird fleißig gebastelt, gesägt, gestrichen und geschraubt, damit zu Pfingsten das „Spiel ohne Grenzen“ in Rindelbach für alle Gäste ein echter Hingucker wird. Genau wie es der Spiele-Katapult-Prototyp schon jetzt einer ist. 

Ellwangen-Rindelbach. Gerade einmal 30 Mitglieder zählt die Abteilung „Spiel ohne Grenzen“ (SpoG) des Sportvereins Rindelbach. Und dennoch: Zu Pfingsten wollen die SpoGler an drei Tagen für mehrere hundert Mitspieler und Gäste ein buntes Programm aus Sport, Spiel und Spaß bieten. Doch bis dahin ist noch einiges zu tun, auch wenn die Vorbereitungen schon seit Monaten laufen.

Die Idee des SpoG basiert auf einer Fernsehunterhaltungssendung, die sich in den Sechziger-Jahren großer Beliebtheit erfreute. Kurz hinter der bayrischen Grenze, in Mönchsdeggingen, lebten die Spiele weiter, mit Rindelbacher Teilnehmern nun seit fast 20 Jahren.

Nun wagen es die Ellwanger Vorstädter zum ersten Mal selbst, die Spiele auszurichten. Elf Mannschaften haben ihre Teilnahme bereits zugesagt, darunter auch Teams aus Österreich und der Schweiz. Auch eine neue Mannschaften aus Ellwangen hat schon zugesagt. „Noch sind ein paar Plätze frei“, sagt SpoG-Abteilungsleiterin Stephanie Arbter. „Je mehr wir am Ende sind, desto schöner.“

Damit die Spiele für Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen etwas bieten, tüfteln die Rindelbacher schon seit Monaten. „Grob geschätzt 1000 Arbeitsstunden haben wir bestimmt schon investiert“, sagt die Abteilungsleiterin. Anbetracht der kleinen Truppe, ist das beachtlich. „Die Manpower ist ein Problem, bei dem wir gerne auch noch von außen Unterstützung annehmen“, wirbt sie um weitere Helfer.

Regelmäßige Kuchenverkäufe auf dem Bauernmarkt, eine Dorf-Hocketse und die zweitägige „No-Milk-Party“ im vergangenen August stemmten die SpoGler. Nun wird investiert, zum Beispiel in die Holzkatapulte, die beim Spiel „Tortenschlacht“ zum Einsatz kommen werden. „Sänftenrennen“ oder „SpoGathlon“ titeln andere Wettkampfformen und regen die Fantasie, welche Aufgaben auf die Sportler warten werden. „Ein großer Pool, Wippen, Sänften, Katapulte gehören zu den Spielen“, zählt Markus Brenner, der den Spielebau leitet, auf. Mehr will er aber noch nicht verraten.

Das Festwochenende startet bereits am Freitag, 21. Mai, mit einer gemeinsamen Party, „DJ KTM & Friends“ werden für Stimmung sorgen. Am Samstag ist das kreative Talent der Teams beim „Show-Abend der SpoG-Nationen“ auf der Bühne gefordert, bevor am Sonntag die sportlichen Spiele das Wochenende krönen.

Drei Tage Programm mit Musik, Show und Sport

Damit an den drei Tagen alles rund läuft, arbeiten die Rindelbacher Vereine Hand in Hand. Neben dem SV werden Musikverein, Reitverein, Liederkranz und die Jagsttalgullys kräftig mit anpacken. Bewirtung und Unterkunft stellen logistische Probleme. Ein Teil der Gäste wird wohl auf dem Sportplatzgelände eine „Zeltstadt“ errichten. Kein Problem, in SpoG-Kreisen ist man flexibel.

„Wer die Spiele noch nicht kennt, scheut sich meist vor dem bunten Abend“, sagt Arbter. „Dabei ist das immer der größte Spaß, weil der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.“ Was die Mannschaften auf die Bühne zaubern ist höchst unterschiedlich. „Wenn ein Musikverein mitmacht, liegt es ja nahe, dass die was vorspielen“, meint Arbter. Fast schon traditionell sind  beeindruckende Tanzakrobatik-Auftritte der Lauinger Mannschaft. „Die sind aktive Sportakrobaten“, beschwichtigt Arbter. „Jeder macht was er kann“, sagt sie und ist sich sicher: „Lustig wird es so oder so.“