„Spiele ohne Grenzen“ locken am Wochenende weit über 1000 Besucher nach Rindelbach

Schnelligkeit, Geschick und Teamgeist, beim Spiel „Rohrbruch in der Kläranlage“ war alles gefordert.Raus aus dem 13 Grad kalten Wasser des Pools, nur noch einmal abtauchen durch das Schlammbecken, ein kurzer Sprint und dann auf dem matschigen Hosenboden quer über die Ziellinie schlittern – so gestaltete so mancher Akteur die letzten Meter der Wettbewerbe des „Spiels ohne Grenzen“. In Rindelbach erlebten die Gaudi-Gäste drei tolle Tage – mit viel Sport und noch mehr Spaß. (SchwäPo - Benjamin Leidenberger)

Der Ausnahmezustand herrschte seit Freitag rund um die Sportanlagen des SV Rindelbach. Die SpoG-Abteilung veranstaltete hier erstmals das „Spiel ohne Grenzen“. Zwölf Mannschaften waren angereist: aus Ellwangen und dem Umland, aus Bayern und auch aus der Schweiz und Österreich. Auf den Spuren der erfolgreichen Unterhaltungsshow aus den Sechziger- und Siebziger Jahren traten die Kandidaten zum sportlich-spaßigen Wettkampf in sechs Disziplinen an.
Fünfmal standen Taktik, Geschick und Schnelligkeit im Vordergrund. Bei den Spielen am Sonntag hatten sich die Rindelbacher einige schwere Hürden einfallen lassen. Über Wippen und Rohre, im Slalom durch den Stangenwald, oder einmal quer durch das 20 Meter lange Wasserbecken. Bierkisten stapeln, Katapult schießen oder sich als Sänftenträger für die Prinzessinen beweisen. Das Anforderungsprofil an einen SpoG-Teilnehmer ließe sich noch lange fortsetzen. Weit über 1000 Zuschauer verfolgten am Pfingstwochenende die spaßigen Spiele.
Beim Show-Abend der SpoG-Nationen stellten die Mannschaften ihr kreatives Können mit achtminütigen Kurzauftritten unter Beweis. Ganz besonders gut kamen dabei die Jungs und Mädels aus Mönchsdeggingen an. Sie hauchten dem weltbekannten Videospielhelden „Super Mario“ leben ein. Im Blaumann, mit weißen Handschuhen und roter Mütze, hüpfte, sprang und rannte der kleine Klempner durch die nachgestellte Videospielwelt. Auch klasse: Die Inszenierung des Team Rindelbach I, das in aufwändiger Kostümierung die Story des Kinokrachers „Schuh des Manitu“ nachstellte – inklusive lebendem Pferd auf der Bühne. Aber auch die anderen Beiträge sorgten dafür, dass die fast 700 Zuschauer am Samstagabend in der Reithalle bestens unterhalten wurden.
Schirmherr Oberbürgermeister Karl Hilsenbek und Ortsvorsteher Arnulf Hauber hatten die Teilnehmer eingangs begrüßt. Hauber: „Ich bin froh, dass das SpoG-Team den Mut hatte, die Spiele hierher zu bringen.“
In der bayrischen Nachbargemeinde finden die Spiele seit 1969 statt. Seit zwölf Jahren allerdings nur noch im zweijährigen Rhythmus. In den Zwischenjahren dürfen sich die anderen Teilnehmer versuchen. Wilhelm „Willi“ Geiß, Mönchsdeggingens SpoG-Urgestein und bisher schon 33 Mal dabei, war natürlich mit seiner Delegation mitgereist. „Die Spiele sind bei uns wie ein Fieber, dass immer schon an Weihnachten ausbricht.“ Wo sonst die Organisationsarbeit beginnt, wuchs bei den Mönchsdeggingern diesmal nur die Vorfreude. Die Arbeit übernahmen die Rindelbacher, die seit einem halben Jahr planten, bastelten und organisierten. „Die Spiele sind eigentlich Nebensache. Die Gemeinschaft von Jung und Alt, das Zusammentreffen mit den anderen, das ist das Besondere an SpoG“, erklärte Geiß.
Dass das in Rindelbach geglückt war, bestätigte viel Lob der Gastmannschaften bei der Abschiedsparty. Abteilungsleiterin Stephanie Arbter dankten allen Helfern: „Ohne euch hätten wir das nicht geschafft.“ Sportverein, Reit- und Fahrverein, Musikverein, Jagsttalgullys und der Liederkranz – alle Vereine des Dorfes hatten mitgeholfen, einen reibungslosen Verlauf zu schaffen.
Und so waren sich alle mit Mönchsdeggingens Mannschaftsführer Manuel Bruhn einig: „Hier war eine super Stimmung. Nächstes Jahr sehen wir uns in Mönchsdeggingen wieder, in zwei Jahren sind wir dann in Rindelbach zurück.“